Die Messe bot interessierten Bürgerinnen und Bürgern ebenso wie Fachkräften aus dem Pflege- und Gesundheitsbereich die Möglichkeit, moderne Technologien selbst zu erleben und zu testen. Ziel war es, neue Technologien in der Pflege und Gesundheitsversorgung erlebbar zu machen und deren Potenziale für die soziale Teilhabe älterer Menschen sowie die virtuelle Gestaltung von Lernprozessen in der Pflege aufzuzeigen. Das Regensburg Center of Health Sciences and Technology (RCHST) der OTH Regensburg zeigte drei Projekte: DeinHaus 4.0 Oberpfalz, REIKOLA und PreventOsteo & 3PD. Interessierte Besucherinnen und Besucher konnten die präsentierte Technik ausprobieren und sich mit den Projektmitgliedern austauschen.
Projekt DeinHaus 4.0 Oberpfalz: Smarte Lösungen für ein selbstbestimmtes Leben
Vanessa Mücke und Prof. Karsten Weber präsentierten die Ergebnisse des inzwischen abgeschlossenen, vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention geförderten Projekts DeinHaus 4.0 Oberpfalz. Besucherinnen und Besucher konnten den Roboter temi selbst ausprobieren und hautnah erleben, wie Telepräsenzroboter Schlaganfallpatientinnen und -patienten im häuslichen Umfeld (sowohl pflegerisch als auch therapeutisch) unterstützen können. Begleitend dazu lagen die Ergebnisbroschüre sowie die drei während der Laufzeit von DeinHaus 4.0 Oberpfalz veröffentlichten Sammelbände als weiterführende Informationsmaterialien für die Besucherinnen und Besucher aus. Weitere Informationen zum Projekt finden sich unter: www.deinhaus40.de/start/
Projekt REIKOLA: Digitale Teilhabe für Pflegebedürftige
Das Forschungsprojekt REIKOLA untersucht die Auswirkungen des digitalen Kommunikationsmittels Komp auf Bewohnerinnen und Bewohnern von Langzeitpflegeeinrichtungen und das Pflegepersonal. Komp ist ein Bildschirm mit integrierter Kommunikationssoftware und einer mobilen App, die eine einfache digitale Verbindung zu Familie und Freunden ermöglicht. Erste Ergebnisse zeigen, dass digitale Teilhabe Einsamkeit verringern kann, ohne das Pflegepersonal zusätzlich zu belasten.
Die Abschlusspräsentation findet am 29. Oktober 2025 an der OTH Regensburg statt.
Monika Friedl stellte die Funktion des Komps sowie erste vorläufige Ergebnisse der Studie REIKOLA vor. Das Projekt wird vom bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention gefördert. Es fanden Gespräche mit Vertreterinnen und Vertreter aus den Bereichen stationäre und ambulante Pflege, Krankenpflege, Privatpersonen (z. B. "Komp für Angehörige") sowie Stephan Oetzinger (MdL) statt. Besonders positiv aufgenommen wurde der vorgestellte Video-Call und dessen Idee der einfachen digitalen Kommunikation. Die leichte Bedienbarkeit des Ein-Knopf-Computers wurde dabei als besonders vorteilhaft bewertet und von einigen Privatpersonen wurde die Anschaffung eines Komps in Erwägung gezogen. Zudem kam es zu einem produktiven Austausch mit den Ausstellern, wie etwa Care Table.
Projekt PreventOsteo und 3PD: Innovative digitale Präventionsmaßnahmen
Ein weiteres Highlight war die Vorstellung neuer digitaler Präventionsmaßnahmen für Osteoporose (PreventOsteo) und Beckenbodenbeschwerden (3PD). Im Mittelpunkt stand eine von der OTH entwickelte App, die in Zusammenarbeit mit Axel Doering entstand und Betroffene gezielt bei der Prävention unterstützt. Ergänzt wurde dies durch ein gamifiziertes Trainingskonzept, das spielerische Elemente nutzt, um Menschen zu mehr Bewegung zu motivieren und so einen nachhaltigen Beitrag zur Gesundheitsförderung zu leisten. Die Präsentation dieser wegweisenden Ansätze wurde von den Experten Sebastian Dendorfer und Franz Süß begleitet, die die Funktionsweise und den Nutzen der digitalen Lösungen anschaulich erläuterten.
Weitere Informationen zur Osteoporose App finden Sie hier.
Die Messe „Virtuelle Heimat“ bot damit eine hervorragende Plattform, um innovative Technologien in der Pflege und Gesundheitsversorgung einem breiten Publikum näherzubringen und einen interdisziplinären Austausch zwischen Wissenschaft, Praxis und Gesellschaft zu fördern.