Aus den Erfahrungen anderer lernen, Mut und Motivation schöpfen, den ein oder anderen wichtigen Tipp erhalten, das war der Kerngedanke des Netzwerkabends, der im Rahmen des Mentoring-Programms „professional steps“ am 24.03.2025 an der OTH Regensburg stattfand. Drei Alumni der Hochschule berichteten von ihrem beruflichen Werdegang und gaben den Mentees wertvolle Ratschläge mit auf den Weg. Die Studierenden aus unterschiedlichen technischen Studiengängen der OTH Regensburg nutzten die Chance, zahlreiche Fragen zu Karriereplanung, Jobwechsel, Umgang mit Entscheidungen und wichtigen Erkenntnisse zu stellen.
Drei Karrierewege - Drei wertvolle Perspektiven
„Hinterfragt Euch, was Euch wichtig ist im Leben, und wie Euch der Job das erfüllen kann“, so der Tipp von Liam McNeilly an die Studierenden. Liam McNeilly ist gelernter Fachinformatiker und studierte Wirtschaftsinformatik an der OTH Regensburg. 2022 schloss er hier sein Masterstudium der Informatik mit einem deutsch-französischen Doppelabschluss erfolgreich ab. Der Berufseinstieg gelang ihm als Consultant für Big Data Applikationen bei einem Beratungsunternehmen. „Ich weiß nicht, was ich in zehn Jahren machen werde. Meine Motivation ist es, jeden Tag etwas Neues zu lernen und zu entdecken. Die Karriere ist für mich ein konstanter Prozess“. So erklärte Liam McNeilly, warum er sich bereits nach zwei Jahren für einen Jobwechsel entschieden habe. In seiner jetzigen Position als Senior Consultant für Cloud- und Datenplattformen bei der Compana & Schott Business Services GmbH sieht er interessante Entwicklungsmöglichkeiten. Liam McNeilly war während seines Studiums sehr engagiert in der Studierendenvertretung. Er ermutigte die Studierenden, während des Studiums Chancen zu nutzen, über den Tellerrand zu blicken. Sei es durch Auslandsaufenthalte oder Engagement in den zahlreichen studentischen Vereinen der Hochschule.
Alexander Sennebogen schloss 2021 sein Bachelorstudium der Produktions- und Automatisierungstechnik an der OTH Regensburg erfolgreich ab. Es folgte ein Masterstudium im Bereich Technologiemanagement an der Technischen Hochschule Deggendorf. „Beziehungen erleichtern den Jobeinstieg“, weiß er aus eigener Erfahrung. Während seiner Studienzeit sammelte er über Werkstudententätigkeiten und seine Abschlussarbeiten Praxiserfahrung bei unterschiedlichen Unternehmen. 2022 gelang ihm darüber der Berufseinstieg als Produktionsplaner bei der Sturm Gruppe. 2023 wechselte Alexander Sennebogen ins Familienunternehmen, wo er aktuell für die Werksentwicklung im Bereich Produktion und Logistik zuständig ist. Parallel absolviert er ein Trainee-Programm für die Unternehmensnachfolge: „Jetzt bin ich wieder daheim, wo alles mit einem Nebenjob während der Schulzeit anfing“. „Die Kombination aus Weiterbildung und beruflicher Erfahrung sind der Gamechanger“, mit diesen Worten versuchte Alexander Sennebogen die Studierenden zu motivieren, während des Studiums unterschiedliche Praxiserfahrungen zu sammeln und Weiterbildungsangebote zu nutzen.
Die große Bedeutung von Praxiserfahrungen betont auch Eveline Zimmermann immer wieder. Sie hat insbesondere ihr Bachelorstudium der Betriebswirtschaftslehre an der OTH Regensburg genutzt, um herauszufinden wer sie ist und was sie kann. Daher auch ihre Botschaft an die Studierenden: „Probiert Euch aus!“ Eveline Zimmermann war es während ihrer Studienzeit immer wichtig, ihren Interessen zu folgen und so ergänzte sie ihr Bachelorstudium um das Masterstudium Interkulturalitätsmanagement, das sie 2020 an der OTH Regensburg abschloss. Im Rahmen ihrer Masterarbeit entwickelte sie ein interkulturelles Training für einen Ingenieurdienstleister und legte damit den Grundstein für ihre berufliche Selbstständigkeit. Sie absolvierte zusätzlich eine Ausbildung zum systemischen Coach. Heute ist sie sowohl als Kommunikationstrainerin und Karrierecoach selbstständig als auch im Bereich Recruiting & Employer Branding bei der WBS GRUPPE tätig. Der Jobeinstieg gestaltete sich bei Eveline Zimmermann aufgrund der Corona-Pandemie als sehr schwierig. Sie gab jedoch nicht auf, nutzte ihre Kreativität und bekam ihre erste Stelle schließlich über ihr Netzwerk. „Wenn man in harten Zeiten dranbleibt und nicht aufgibt, kommt man auch weiter“, so ihre wichtigste Erkenntnis aus ihrer persönlichen Erfahrung. Mit einer kleinen interaktiven Übung lud sie die Mentees und anderen Mentorinnen und Mentoren ein, ihre persönlichen Stärken nicht aus den Augen zu verlieren.
Netzwerke als Schlüssel zum Erfolg
Die Ehrlichkeit und Offenheit der Mentorinnen und Mentoren ermöglichte einen spannenden Erfahrungsaustausch, für den sich alle Teilnehmenden herzlich bedankten. Netzwerke können Türen öffnen. Deshalb lud Katja Meier alle Mentees ganz herzlich in das Alumni Netzwerk der OTH Regensburg ein. Insbesondere die Angebote für young professionals ermöglichen es, bereits gegen Ende des Studiums interessante Kontakte zu knüpfen, die für die Berufsorientierung und den Berufseinstieg hilfreich sein können.
Im Mai findet ein Netzwerkabend nur für Mentorinnen und weibliche Mentees statt, der Raum bieten soll, sich zu Herausforderungen von Frauen im Berufsleben auszutauschen. Anfang Juni folgt ein Netzwerkabend in englischer Sprache für die internationalen Teilnehmenden des Programms.
Alle Informationen zum Mentoring-Programm „professional steps“ finden Sie hier.